AL-Agency · Blog · Webentwicklung

Webseite erstellen lassen:
Was KMU wirklich wissen müssen.

Von Ali Alasadi · 17. Mai 2026 · 12 Min. Lesezeit

Wer eine Webseite erstellen lassen will, steht schnell vor einem Widerspruch: Tools wie Wix versprechen, dass man in einer Stunde fertig ist — und gleichzeitig verschicken manche Agenturen Angebote für 15.000 Euro für eine schlichte Unternehmensseite.

Wir bei AL-Agency bauen seit 2018 Webseiten für kleine und mittlere Unternehmen — vom Handwerksbetrieb bis zum gewachsenen Mittelständler. In dieser Zeit haben wir gesehen, was funktioniert, was Geldverschwendung ist, und wann ein Baukastensystem tatsächlich die klügere Entscheidung ist.

Dieser Leitfaden gibt keine Werbeantworten. Wir erklären, was eine professionelle Webseite kostet, was du dafür bekommst — und wann du sie dir sparen kannst.

Selbst bauen oder eine Webseite erstellen lassen?

Das ist die Frage, die die meisten zuerst stellen — und sie verdient eine ehrliche Antwort.

Wix, Jimdo, Webador und ähnliche Tools sind nicht schlecht. Für bestimmte Situationen sind sie die richtige Wahl. Wenn du ein sehr kleines Budget hast, gerade erst startest, und deine Webseite vor allem als digitale Visitenkarte dient — dann kann ein Baukasten-Tool für 15–25 Euro im Monat vollkommen ausreichen.

Die Grenze kommt dann, wenn du folgendes willst:

  • Schnelle Ladezeiten — Baukastenseiten laden oft deutlich langsamer als handgeschriebener Code. Das wirkt sich direkt auf dein Google-Ranking aus.
  • Volle Kontrolle über Design und Struktur — Baukästen schränken dich in Templates ein. Was nicht vorgesehen ist, geht nicht.
  • Keine laufenden Abo-Kosten — Eine professionell gebaute Webseite gehört dir. Ein Baukasten-Abo läuft so lange du zahlst.
  • Eine Seite, die mit deinem Unternehmen wächst — Komplexere Funktionen, Schnittstellen, Mehrsprachigkeit: Baukästen stoßen irgendwann an Grenzen.
  • Jemand der mitdenkt — Kein Tool fragt dich, ob deine Zielseite auch konvertiert.

Die Entscheidung hängt nicht am Budget allein. Sie hängt daran, was deine Webseite leisten soll.

Unsere Faustregel: Wenn deine Webseite Kunden gewinnen, Vertrauen aufbauen oder Prozesse abwickeln soll — lass sie professionell bauen. Wenn sie nur dafür da ist, dass man dich im Netz findet — kann ein Baukasten reichen.

Was kostet eine Webseite erstellen lassen?

Ehrliche Antwort: Es gibt keine Pauschale. Aber es gibt klare Muster.

Typische Preisrahmen für KMU (Österreich / Deutschland)

Projekttyp Preisrahmen Was du bekommst
Einfache Unternehmensseite (5–8 Seiten) 1.500 – 4.000 € Design, Texte, Domain, Hosting, SSL, Impressum
Professionelle Unternehmensseite mit Funktionen 4.000 – 8.000 € Kontaktformulare, Buchung, Blog, SEO-Grundoptimierung
Webshop / komplexe Webanwendung 8.000 – 25.000 € Individualsoftware, Schnittstellen, laufende Betreuung

Was den Preis hauptsächlich beeinflusst:

  • Umfang: Wie viele Seiten, wie viele Funktionen?
  • Texte: Schreibst du selbst, oder übernimmt das die Agentur?
  • Individualität: Template-basiert oder von Grund auf neu?
  • Laufende Betreuung: Einmalig oder mit Wartungsvertrag?

Was den Preis nicht rechtfertigt: Projektmanager-Overhead, unnötige Konzeptionsphasen, und Agenturgröße. Eine Agentur mit 40 Mitarbeitern baut nicht zwingend eine bessere Webseite als ein erfahrener Entwickler mit direktem Kundenkontakt.

Aus der Praxis: Wir arbeiten mit Festpreisen. Vor Projektstart erhalten unsere Kunden ein schriftliches Angebot — kein Stundensatz, keine Überraschungen am Ende. Eine typische Unternehmensseite liegt bei uns zwischen 1.800 und 4.500 Euro, fertig in 2–3 Wochen.

Mehr zu Kosten und was die Unterschiede ausmacht: Webseite erstellen lassen: Kosten im Detail.

Was bekomme ich für mein Geld?

Bei einer professionellen Webseite sollte folgendes selbstverständlich inklusive sein:

  • Domain-Registrierung — deine Adresse im Netz
  • Professionelle E-Mail-Adresse — office@ihrunternehmen.at statt @gmail.com
  • Hosting — zuverlässiger Server, nicht der günstigste
  • SSL-Zertifikat — das Schloss in der Adresszeile; ohne SSL zeigt Google Chrome eine Warnung
  • Google My Business Einrichtung — damit man dich bei lokalen Suchen findet
  • Rechtssicheres Impressum & Datenschutzerklärung — DSGVO-konform
  • Mobil-optimierte Darstellung — mehr als 60 % aller Aufrufe kommen heute vom Smartphone

Was oft als "Extra" verkauft wird, aber eigentlich dazugehört: vernünftige Ladezeiten, sauberes HTML das Suchmaschinen lesen können, und ein Ansprechpartner der nach dem Launch noch erreichbar ist.

Was bei uns immer inbegriffen ist: Du sprichst direkt mit der Person, die deine Seite baut. Kein Projektmanager dazwischen, kein Übergabe-Protokoll nach drei Monaten.

Wie läuft der Prozess ab?

Ein guter Prozess ist kurz und klar. Wenn eine Agentur dir eine Projektplanung mit sechs Phasen und zwei Monaten Discovery schickt — für eine Unternehmenswebseite — ist das ein Warnsignal.

Wie ein schlanker, verlässlicher Prozess aussieht:

  1. Erstes Gespräch (30 Minuten)
    Du beschreibst dein Unternehmen, deine Ziele, deine Vorstellungen. Wir stellen Fragen. Am nächsten Tag hast du ein schriftliches Angebot mit Festpreis.
  2. Entwurf & Texte (ca. 1 Woche)
    Wir entwickeln die Seite in einem ersten Klickdummy. Texte entstehen gemeinsam — du kennst dein Unternehmen, wir kennen das Web. Eine Korrekturschleife ist inklusive.
  3. Umsetzung (ca. 1 Woche)
    Wir bauen die Seite handgeschrieben — kein Baukasten, kein Page-Builder. Du siehst die Arbeit live mitwachsen.
  4. Launch & Übergabe
    Die Seite geht live — gemeinsam. Du bekommst eine kurze Einweisung, alle Zugangsdaten, und eine Anleitung als PDF. Danach sind wir weiterhin erreichbar.

Gesamtaufwand für dich: etwa 2–4 Stunden über das gesamte Projekt. Den Rest übernehmen wir.

Was macht eine gute Webseite aus?

Weniger als die meisten denken. Die entscheidenden Fragen sind einfach:

  • Lädt sie schnell? Mehr als drei Sekunden Ladezeit kosten Besucher. Auf dem Smartphone erst recht.
  • Ist klar was du anbietest? Innerhalb von fünf Sekunden sollte jeder Besucher verstehen, was er hier findet und was er tun kann.
  • Ist die Kontaktaufnahme einfach? Telefonnummer, E-Mail, Formular — so klar wie möglich.
  • Funktioniert sie auf dem Smartphone? Nicht "sieht gut aus" — wirklich bedienbar, mit lesbarer Schrift und klickbaren Buttons.
  • Ist sie technisch sauber? Google liest HTML. Schlechter Code bedeutet schlechteres Ranking — unabhängig davon wie schön die Seite aussieht.

Was weniger wichtig ist als viele denken: aufwendige Animationen, Video-Hintergründe, und ein Design das monatlich "aktualisiert" wird. Webseiten die lange gut funktionieren, sind meistens die ruhigeren.

Häufige Fehler beim Webseite erstellen lassen

Nach acht Jahren und Dutzenden Projekten sehen wir dieselben Fehler immer wieder.

1. Auf den günstigsten Anbieter setzen

Eine Webseite für 300 Euro existiert. Was du bekommst: ein Template das hundertmal vergeben wurde, keine Erreichbarkeit danach, und keinen der mitdenkt. In zwei Jahren machst du das Projekt von vorne — und zahlst dann doppelt.

2. Zu lange warten bis "alles perfekt ist"

Wir erleben das regelmäßig: Kunden wollen erst online gehen wenn das Logo fertig ist, das Foto-Shooting stattgefunden hat, und die Texte dreimal überarbeitet wurden. Eine funktionierende Seite die heute online geht, bringt mehr als eine perfekte Seite in sechs Monaten.

3. Keinen Ansprechpartner nach dem Launch

Wenn die Agentur nach der Übergabe nicht mehr erreichbar ist, sitzt du allein da sobald etwas nicht stimmt. Frage vor Beginn: Wer ist mein Ansprechpartner, und wie lange ist er nach dem Launch verfügbar?

4. Zu viele Features auf einmal

Buchungssystem, Mitgliederbereich, Newsletter, Online-Shop — alles auf einmal. Das Ergebnis ist ein halbfertiges Projekt das keines davon richtig macht. Besser: eine Sache, richtig gemacht, und dann ausbauen.

5. Keinen Festpreis verlangen

Stundensätze sind für Agenturen bequem. Für dich nicht. Verlange ein schriftliches Angebot mit Festpreis, bevor irgendjemand anfängt zu arbeiten.

Lokale Agentur oder remote?

Früher war "in der Nähe" ein echtes Argument. Heute ist es das kaum noch.

Was bei einer guten Remote-Zusammenarbeit funktioniert: alle Abstimmungen per Video-Call, Dokumente digital, Seite live einsehbar während sie gebaut wird. Was nicht funktioniert: wenn du jemanden brauchst der bei dir im Büro sitzt und Entscheidungen abnimmt.

Wir arbeiten sowohl remote als auch vor Ort. Die meisten unserer Projekte laufen vollständig remote — ohne dass das je ein Problem war.

Wenn du explizit eine Agentur in Wien suchst: Die Suche nach "Website erstellen lassen Wien" liefert viele Ergebnisse. Wichtiger als der Standort ist jedoch: Wer baut die Seite wirklich? Manchmal sitzt der Entwickler trotz Wiener Büroadresse in einer anderen Stadt.

Häufige Fragen

Kann ich eine Webseite kostenlos erstellen lassen?

Kostenlos im echten Sinne — nein. Baukastensysteme wie Wix oder Webador haben kostenlose Einstiegspläne, aber mit Einschränkungen (Werbung auf der Seite, keine eigene Domain, begrenzte Funktionen). Eine professionell erstellte Webseite kostet Geld — aber sie gehört dir und hat keine laufenden Abo-Pflichten.

Wie lange dauert es, eine Webseite erstellen zu lassen?

Bei einem klaren Auftrag: 2–3 Wochen von der ersten Besprechung bis zum Go-live. Längere Laufzeiten entstehen meist dann, wenn Texte und Bilder lange auf sich warten lassen, oder wenn sich der Umfang während des Projekts ändert. Wer gut vorbereitet ins Projekt startet, ist schneller fertig.

Was kostet eine Webseite erstellen lassen?

Für eine professionelle Unternehmenswebseite (5–8 Seiten, kein Shop) liegt der realistische Bereich bei 1.500 bis 5.000 Euro. Was darunter liegt, ist meist ein Template. Was weit darüber liegt, sollte gut begründet sein. Mehr dazu: Webseite erstellen lassen: Kosten im Detail.

Webseite erstellen lassen mit eigener Domain — wie funktioniert das?

Eine Domain (z. B. ihrunternehmen.at) wird separat registriert und kostet meist 10–20 Euro pro Jahr. Bei einem professionellen Anbieter ist die Domain-Registrierung Teil des Pakets — du musst dich nicht selbst darum kümmern. Die Domain gehört dir, nicht der Agentur.

Wann reicht Wix oder Jimdo wirklich aus?

Wenn du ein sehr kleines Budget hast, deine Webseite hauptsächlich als digitale Visitenkarte dient, und du keine komplexen Funktionen brauchst — dann kann ein Baukasten-Tool für die Anfangszeit ausreichen. Sobald du Kunden aktiv gewinnen willst, Wert auf Ladezeiten und Ranking legst, oder eine individuelle Lösung brauchst, kommt ein Baukasten an seine Grenzen. Was das konkret bedeutet — mit Zahlen zu Ladezeit, Kosten und DSGVO: Webseite ohne Baukasten: Was du wirklich bekommst.

Was ist der Unterschied zwischen einer Webseite und einem Webshop?

Eine Webseite präsentiert dein Unternehmen und deine Leistungen. Ein Webshop ermöglicht es Besuchern, direkt zu kaufen — mit Warenkorbfunktion, Zahlungsabwicklung, und Lagerverwaltung. Ein Webshop ist deutlich komplexer und entsprechend aufwendiger in der Erstellung und Pflege.

Kostenloses Erstgespräch anfragen

Erzählen Sie uns kurz von Ihrem Vorhaben. Wir beraten Sie ehrlich, welche Lösung für Ihr Unternehmen am sinnvollsten ist.

Jetzt Erstgespräch anfragen →